Zuchtgemeinschaft Bartelmess im Verband der ICS Holland , und ECHA Deutschland
 

Merkblatt Euthanasie beim Pferd

 

 

 

 

I. Einleitung

II.Wann sollte eingeschläfert werden

III.Die Wahl des richtigen Mittels

IV.Wirkungsweise

V.Ablauf

VI.Plan B



Einleitung
 
Nur die wenigsten Pferdebesitzer werden das Glück haben, dass ihr geliebter
Vierbeiner des nachts friedlich „eingeschlafen“ ist. Wir haben mittlerweile das Wissen
und die Macht, Tieren einen sanften Tod schenken zu können –nur muß man wissen
wie und vorbereitet sein.
 
Ein Sprichwort, dass sich leider immer wieder bewahrheitet lautet: „Unverhofft
kommt oft“ und daher sollte sich jeder verantwortungsbewusste Pferdebesitzer
einmal mit diesem Thema auseinandersetzen –des Pferdes wegen. Selbst ein
Warmblut kann weit über 30 Jahre alt werden und bis zu letzt Lebensfreude haben-
wenn man es läßt..
 
Wer die grausamen Berichteüber das Schlachten mitverfolgt hat – oder sich über
nicht zweckgebundene und Lobbyfreie Quellen darüber informiert hat, für den kommt
dieses Ende niemals in Betracht.. Euthanasie kommt aus dem Griechischen und
bedeutet: „sanfter Tod“, wovon man beim Schlachten auch nicht andeutungsweise
die Rede sein kann.
 
Seit einigen Jahren wird eine Medikamentenklasse zur Euthanasie eingesetzt, die
dem Pferd tatsächlich zu einem leichten Tod verhilft. Leider sind diese Medikamente
etwas teurer und der Umgang erfordert vom Tierarzt etwas mehr
Verwaltungsaufwand
.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, sich diese Informationen durchzulesen, sprechen Sie
mit Ihrem Tierarzt darüber, dass er vorbereitet ist und vor allem: Helfen Sie uns,
dieses für die Pferde wichtige Dokument weiterzuverbreiten. –in jedem Reitstall
sollte eine Kopie aushängen.

 
 
Wann sollte eingeschläfert werden


 
Grundsätzlich gilt: Diese Entscheidung sollte immer nach bestem Wissen und Gewissen
und nicht nach dem Nutzwert des Tieres gefällt werden: eine Hufrollenentzündung ist
kein Grund: Ohne Leistung zu erbringen, kann es noch viele glückliche Jahre verbringen.
 
Wie bei allen Tieren, kann man auch einem Pferd ansehen, wenn es nicht mehr leben
möchte undzum Sterben bereit ist. Dies ist meist dann gegeben, wenn Schmerzen zu
groß werden. Tiere wissen, wenn es soweit ist!
 
Wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, ein nicht - oder nur eingeschräkt nutzbares Pferd
zu unterhalten, so versuchen Sie es doch noch als Beistellpferd zu vermitteln.
. Aber Vorsicht: Es grasen immer wieder unseriöse Subjekte solche Anzeigenmärkte ab
–schließen Sie einen Schutzvertrag ab und behalten Sie das Pferd im Auge.
 
Die Wahl des richtigen Mittels

 
Zum Thema
Euthanasie kursieren einige Horrorgeschichten der schlimmsten Art, die leider oft der
Wahrheit entsprechen: Todeskämpfe, die Alpträumen in nichts nachstehen.
 
Der Horror hat allerdings einen Namen: T61
 
Bei T61 handelst es sich um ein Tötungsmittel, das wegen seines Preises leider gerne
trotz seiner unheilvollen Eigenschaften eingesetzt wird.
 
Das Mittel, von dem bisher nur "Gutes" zu hören war, heißt "EUTHA 77"
. Es ist zwar teurer (ca.€60.--), jedoch ist es kein Gift im herkömmlichen Sinn, sondern
es handelt sich um ein Narkosemittel,das stark überdosiert wird. Das Pferd schläft wie
bei einer Narkose innerhalb weniger Sekunden ein und kurz darauf hört sein Herz zu
schlagen auf. Völlig schmerz -und streßfrei.
 
Ein erfahrener Tierarzt wird in der Regel immer eine Ersatzflasche des Mittels
dabei haben.
 
 
Wirkungsweise
 
Bei Eutha 77 (bzw. Esconarkon) handelt es sich um ein Narkosemittel, welches
– stark überdosiert – zum Herzstillstand führt. Wichtig hierbei ist, dass die Pferde
friedlich einschlafen und im Schlaf das Herz aufhört zu schlagen. Im Gegensatz zu
anderen Mitteln, führen die Pferde keinen Todeskampf.
 
Mit diesem Mittel haben Tierärzte ausreichend Erfahrung sammeln können und
können so mit Sicherheit sagen, dass in diesem Fall das Bewusstsein zuverlässig
ausgeschaltet worden ist, bevor der Tod eintritt.
Hier einige Daten :
Fachinformation Pentobarbital
 
Eine Injektion von Pentobarbital ist eine schmerzlose und sichere Methode zur
Euthanasie von Gross - und Kleintieren. Die Tiere fallen schnell in einen tiefen Schlaf.,
der bei Warmblütern rasch, schmerz - und reflexlos und ohne Exzitationen in den
Tod durch Herz - und Atemstillstand übergeht.Bei wechselwarmen Tieren tritt der Tod,
je nach Resorptions - und Stoffwechselgeschwindigkeit, mehr oder weniger verzögert
ein. Die Tiere bekommen von dem Sterben nichts mehr mit, da sie bereits in Narkose
liegen.

Ablauf einer Euthanasie

 
Der Tierarzt wird wie bei einer Infusion eine sogenannte Braunüle setzten
und meist mit einem Stich, der von Pferden meist nicht registriert wird, an
der Haut fixieren. Die Spritze ist recht groß, da ca. 100 ml benötigt werden.
Wenn Ihr Tierarzt eine deutlich kleinere Spritze ohne Braunüle verwendet,
so handelt es sich mit Sicherheit nicht um eine Euthanasie mit Eutha77 bzw.
Esconarkon. Sprechen Sie in diesem Fall den Tierarzt unbedingt vorher
darauf an! Leider sind einige –wenige – Berichte publik geworden, bei dem
der Tierarzt trotz klarer Anweisung ein anderes extrem kritisches Tötungs-
mittel verwendet hat und ein furchtbarer Todeskampf folgte.
Innerhalb weniger Sekunden, nachdem der Tierarzt begonnen hat, das
Narkosemittel zu spritzen, wird das Pferd Schlaftrunken zusammenklappen
– noch bevor die Spritze leer ist. Daher ist es Ratsam, die Braunüle zu fixieren,
da es vorgekommen ist, dass sie ohne Fixierung herausgerutscht ist.
Es ist zwar nichts dramatisches geschehen – man musste lediglich am
schlafenden Pferd nochmals einen Venenzugang legen.
Kurz nachdem die Spritze leer ist, hört das Herz des Pferdes zu schlagen auf
und es ist vorbei....
 
Der Tierarzt wird nach einigen Minuten nochmals das Herz abhorchen um
sicherzustellen, dass das Pferd wirklich tot ist. Es wird empfohlen, den Leichnam
des Pferdes noch mehrere Stunden liegen zu lassen, bevor die Tierkörperbe-
seitigungsanstalt den Leichnam abholt, damit wirklichsichergestellt ist, dass das
Pferd tot ist. (Viele Pferdebesitzer warten sogar 24h, da man sagt, dass dann die
Seele den Körper verlassen habe.)
 
Plan B
 
In Notfällen, bei denen der eigene Tierarzt nicht erreichbar ist, gibt es eine –
zwar nicht ganz so einfache – jedoch durchaus akzeptable Alternative:
 
Es gibt auch eine Möglichkeit, T61 relativ gefahrlos zur Euthanasie einzusetzen
– hier ist jedoch eine vorherige Vollnarkose – zB mit Ketamin unbedingt erforderlich!
Leider gibt es auch hier Berichte, dass Tierärzte entgegen ganz klarer Absprachen
T61 ohne vorherige Narkose gespritzt haben und es zur Katastrophe kam.
 






 

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Jutta und Micha
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Besuch bitte nur nach Absprache, da Jutta eine Praxis für Psychotherapie im Haus hat. Und aus diesem Grund Stundenweise absolute Ruhe für Ihre Arbeit braucht.
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