Zuchtgemeinschaft Bartelmess im Verband der ICS Holland , und ECHA Deutschland
 

 
 
 
 
Merkblatt
Euthanasie beim Pferd
I.
Einleitung
II.
Wann sollte eingeschläfert werden
III.
Die
Wahl des richtigen Mittels
IV.
W
irkungsweise
V.
Ablauf
VI.
Plan B
VII.
Problemfälle
VIII.
Kosten
IX.
Verbringung
X.
Häufig gestellte Fragen
XI.
Leserbriefe
XII.
Hilfe für Trauernde
XIII.
Nicht oder eingeschränkt
nutzbare Pferde
XIV.
Weiterführende Literatur
XV.
Fachinformationen für Tierärzte
Einleitung
Nur die wenigsten
Pferdebesitzer werden das Glück haben, dass ihr geliebter
Vierbeiner des nachts friedlich „eingeschlafen“ ist.
W
ir haben mittlerweile das
W
iss
en
und die Macht, Tieren einen sanften Tod schenken zu können
nur muß man wissen
wie und vorbereitet sein.
Ein Sprichwort
, dass sich leider immer wieder bewahrheitet lautet: „Unverhofft
kommt oft“ und daher sollte sich jeder verantwortungsbewusste Pferd
ebesitzer
einmal mit diesem Thema auseinandersetzen
des Pferdes wegen. Selbst ein
Warmblut kann weit über 30 Jahre alt werden und bis zu letzt Lebensfreude haben
-
wenn man es läßt..
Wer die grausamen Berichte
über das Schlachten mitverfolgt hat
oder
sich über
nicht zweckgebundene und Lobbyfreie Quellen darüber informiert hat, für den kommt
dieses Ende niemals in Betracht.. Euthanasie kommt aus dem Griechischen und
bedeutet: „sanfter Tod“, wovon man beim Schlachten auch nicht andeutungsweise
die Rede
sein kann.
Seit einigen Jahren
wird eine Medikamentenklasse zur Euthanasie eingesetzt, die
dem Pferd tatsächlich zu einem leichten Tod verhilft. Leider sind diese Medikamente
etwas teurer und der Umgang erfordert vom Tierarzt etwas mehr
Verwaltungsaufwand
.
Bitte nehmen Sie
sich die Zeit, sich diese Informationen durchzulesen, sprechen Sie
mit Ihrem Tierarzt darüber, dass er vorbereitet ist und vor allem: Helfen Sie uns,
dieses für die Pferde wichtige Dokument weiterzuverbreiten.
in jedem Reitstall
soll
te eine Kopie aushängen.
Wann sollte eingeschläfert werden
Grundsätzlich
gilt: Diese Entscheidung sollte immer nach bestem
W
issen und Gewissen und nicht
nach dem Nutzwert des Tieres gefällt werden: eine Hufrollenentzündung ist kein Grund: Ohne
Leist
ung zu erbringen, kann es noch viele glückliche Jahre verbringen.
Wie
bei allen Tieren, kann man auch einem Pferd ansehen, wenn es nicht mehr leben möchte und
zum Sterben bereit ist. Dies ist meist dann gegeben, wenn Schmerzen zu groß werden. Tiere wissen
,
wenn es soweit ist!
Wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, ein nicht
-
oder nur eingeschräkt nutzbares Pferd zu
unterhalten, so versuchen Sie es doch noch als Beistellpferd zu vermitteln. Einen kostenlosen
Anzeigenmarkt dafür gibt es im Internet unter
www.beistellpferde.de
. Aber Vorsicht: Es grasen immer
wieder unseriöse Subjekte solche Anzeigenmärkte ab
schließen Sie einen Schutzvertrag ab und
behalten Sie das Pferd im Auge
Die Wahl des richtigen Mittel
s
Zum
Thema
Euthanasie kursieren einige Horrorgeschichten der schlimmsten Art, die leider oft der
Wahrheit entsprechen: Todeskämpfe, die Alpträumen in nichts nachstehen.
Der Horror hat allerdings einen Namen: T61
Bei T61
handelst es sich um ein Tötungsmi
ttel, das wegen seines Preises leider gerne trotz seiner
unheilvollen Eigenschaften eingesetzt wird.
Das Mittel
, von dem bisher nur "Gutes" zu hören war, heißt
"EUTHA 77"
. Es ist zwar teurer (ca.
60.
--
), jedoch ist es kein Gift im herkömmlichen Sinn, son
dern es handelt sich um ein Narkosemittel,
das stark überdosiert wird. Das Pferd schläft wie bei einer Narkose
innerhalb weniger Sekunden
ein
und kurz darauf hört sein Herz zu schlagen auf. Völlig schmerz
-
und streßfrei.
Ein erfahrener Tierarzt wird in d
er Regel immer eine Ersatzflasche des Mittels dabei haben.
Wirkungsweise
Bei Eutha 77
(bzw. Esconarkon) handelt es sich um ein Narkosemittel, welches
stark
überdosiert
zum Herzstillstand führt. Wichtig hierbei ist, dass die Pferde friedlich einschl
afen und
im Schlaf das Herz aufhört zu schlagen. Im Gegensatz zu anderen Mitteln, führen die Pferde keinen
Todeskampf.
Mit diesem Mittel
haben Tierärzte ausreichend Erfahrung sammeln können und können so mit
Sicherheit sagen, dass in diesem Fall das Bewus
stsein zuverlässig ausgeschaltet worden ist, bevor
der Tod eintritt.
Hier einige Daten :
Fachinformation Pentobarbital
Eine Injektion
von Pentobarbital ist eine schmerzlose und sichere Methode zur Euthanasie von
Gross
-
und Kleintieren. Die Tiere fall
en schnell in einen tiefen Schlaf., der bei Warmblütern rasch,
schmerz
-
und reflexlos und ohne Exzitationen in den Tod durch Herz
-
und Atemstillstand übergeht.
Bei wechselwarmen Tieren tritt der Tod, je nach Resorptions
-
und Stoffwechselgeschwindigkeit,
me
hr oder weniger verzögert ein. Die Tiere bekommen von dem Sterben nichts mehr mit, da sie
bereits in Narkose liegen.
Ablauf einer Euthanasie
Der Tierarzt wird wie bei einer Infusion eine sogenannte Braunüle setzten und meist
mit einem Stich, der von Pfer
den meist nicht registriert wird, an der Haut fixieren.
Die Spritze ist recht groß, da ca. 100 ml benötigt werden.
Wenn Ihr Tierarzt eine deutlich kleinere Spritze ohne Braunüle verwendet, so handelt es sich
mit Sicherheit nicht um eine Euthanasie mit Eu
tha77 bzw. Esconarkon. Sprechen Sie in
diesem Fall den Tierarzt unbedingt
vorher
darauf an! Leider sind einige
wenige
Berichte
publik geworden, bei dem der Tierarzt trotz klarer Anweisung ein anderes extrem kritisches
Tötungsmittel verwendet hat und ei
n furchtbarer Todeskampf folgte.
Innerhalb weniger Sekunden, nachdem der Tierarzt begonnen hat, das Narkosemittel
zu spritzen, wird das Pferd Schlaftrunken zusammenklappen
noch bevor die
Spritze leer ist. Daher ist es Ratsam, die Braunüle zu fixieren, d
a es vorgekommen
ist, dass sie ohne Fixierung herausgerutscht ist. Es ist zwar nichts dramatisches
geschehen
man musste lediglich am schlafenden Pferd nochmals einen
Venenzugang legen.
Kurz nachdem die Spritze leer ist, hört das Herz des Pferdes zu sc
hlagen auf und es
ist vorbei....
Der Tierarzt wird nach einigen Minuten nochmals das Herz abhorchen um
sicherzustellen, dass das Pferd wirklich tot ist.
Es wird empfohlen, den Leichnam des Pferdes noch mehrere Stunden liegen zu
lassen, bevor die Tierkör
perbeseitigungsanstalt den Leichnam abholt, damit wirklich
sichergestellt ist, dass das Pferd tot ist.
(Viele Pferdebesitzer warten sogar 24h, da man sagt,
dass dann die Seele den Körper verlassen habe.)
Plan B
In Notfällen, bei denen der eigene
Tierarzt nicht erreichbar ist, gibt es eine
zwar
nicht ganz so einfache
jedoch durchaus akzeptable Alternative:
Es gibt auch eine Möglichkeit, T61 relativ gefahrlos zur Euthanasie einzusetzen
hier ist jedoch eine vorherige Vollnarkose
zB mit Ketam
in
unbedingt
erforderlich!
Leider gibt es auch hier Berichte, dass Tierärzte entgegen ganz klarer Absprachen
T61 ohne vorherige Narkose gespritzt haben und es zur Katastrophe kam.
Problemfälle
Es gibt Fälle, bei denen Pferde niemanden an sic
h heranlassen.
Nicht einmal in diesen Fällen ist ein Pferdeschlächter eine Alternative, da besonders
hier der Bolzenschuß durch Abwehrbewegungen nicht gelingt und ein schreindes
Pferd mit mehreren Löchern im Schädel verursacht. Kein normal fühlender Mensch
wird so etwas ohne bleibende, seelische Schäden überstehen.
In Problemfällen sollte ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr
oder wie meist
der Fall
mit einem Blasrohr angefordert werden. So kann auch ein Problempferd
betäubt und anschließend euthanis
iert werden.
Kosten
Eine Euthanasie mit Eutha77 bzw. Esconarkon kostet etwa
€100
So findet Ihr uns:

Jutta und Micha
Bartelmess
Schloßallee43
97775Burgsinn
Tel.:09356932195
mail: spessart-tinker@web.de
Besuch bitte nur nach Absprache, da Jutta eine Praxis für Psychotherapie im Haus hat. Und aus diesem Grund Stundenweise absolute Ruhe für Ihre Arbeit braucht.
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